DIE GEOLOGISCHE HANDSCHRIFT UNSERER LAGEN
Für unsere Ersten und Großen Lagen haben wir detaillierte Bodenprofile angelegt – kleine Fenster in die faszinierende Vergangenheit unserer Weinberge. Tauchen Sie ein in eine geologische Erzählung voller Vielfalt und Bewegung, geformt von Wasser, Kräften der Erde und unermesslich viel Zeit.
Diese einzigartige Entstehungsgeschichte hat unser Stückchen Erde geprägt – Schicht für Schicht, Nuance für Nuance. Jedes Jahr versuchen wir, diese Vielfalt in unseren Weinen einzufangen, sodass Sie am Ende nicht nur Wein genießen, sondern die Geschichte dieses Bodens, dieser Landschaft und ihrer Ursprünge schmecken können.

Bretzenheimer Pastorei
(Flur 20: Flurstücke 3, 10, 11 und 79)
- Höhe: 178 bis 150 m über Normal-Null
- Exposition: SO
- Hangneigung: 2-10 °
Geologie 1: Tonmergel, Schlammablagerungen des Tertiärmeeres
(nur in Flurstück 3)
- marines Tertiär des Mainzer Beckens, ca. 31 bis 24 Mio. Jahre vor heute
- In den küstenferneren Meeresbecken wurde unter tropischem Klima feiner, kalkreicher Schlamm abgelagert. Ein solches Gemenge aus Ton und Kalk wird Tonmergel genannt.
Boden 1 (nur in Flurstück 3):
Rigosol-Pelosol aus Tonmergel (oberer Hangbereich, 30 % der Fläche von Flurstück 3)
mittelgründiger, schwerer kalkreicher Tonboden (toniger Lehm bis lehmiger Ton)
- schwer durchwurzelbar
- mittlere Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- eingeschränkte Wasserdurchlässigkeit,
- eingeschränkte Durchlüftung
- nährstoffreich
- im Oberboden teilweise entkalkt, im Unterboden kalkreich
- Bodenreaktion oben neutral, unten mäßig alkalisch
- mäßiger Wärmespeicher
- chloroseanfällig
Weincharakter:
Körperreich, dicht, reichhaltig, moderate Säure, cremiger Schmelz. Ausdrucksvoll, reif,Mango, Aprikose, Honigmelone, Marille. Weniger Mineralität, eher fruchtbetonte, körperreiche Nachhaltigkeit.
Geologie 2: Löß, Staubablagerungen der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Kaltzeiten unserer Breiten waren geprägt von vegetationsfreien Kaltwüsten und Schotterebenen der Flüsse aus denen feiner Staub (Löß) ausgeweht wurde und in Senken sowie an Hängen wieder abgelagert wurde
Boden 2: Rigosol-Parabraunerde aus Löß . (Flurstücke 10, 11, 79 und ca. 70 % von Flurstück 3 im unteren Hangbereich)
Bodenbildung: Der Löß wurde im Holozän (aktuelle Warmzeit) als Folge der Bodenbildung im Oberboden entkalkt und verlehmt. Durch anschließende Tonverlagerung entstand ein oberer tonverarmter und ein unterer tonangereicherter Bodenhorizont.
fruchtbarer, tiefgründiger, leichter Lehmboden (lehmiger Schluff über schluffigem Lehm)
- leicht durchwurzelbar
- sehr hohe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- ausreichende Wasserdurchlässigkeit
- ausreichende Durchlüftung
- nährstoffreich
- im oberen Bodenbereich kalkfrei
- Bodenreaktion neutral
- mäßiger Wärmespeicher
- sehr hohes Wuchspotenzial
Weincharakter:
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung.
Bad Kreuznacher Kahlenberg
(Flur 85: Flurstücke 63, 72 und 87)
Flurstück 63
- Höhe: 167 bis 164 m üNN
- Exposition: S bis SO
- Hangneigung: 1-2 °
Geologie: Löß, Staubablagerungen der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Kaltzeiten unserer Breiten waren geprägt von vegetationsfreien Kaltwüsten und Schotterebenen der Flüsse aus denen feiner Staub (Löß) ausgeweht wurde und in Senken sowie an Hängen wieder abgelagert wurde.
Boden: Rigosol-Parabraunerde aus Löß
Bodenbildung: Der Löß wurde im Holozän (aktuelle Warmzeit) als Folge der Bodenbildung im Oberboden entkalkt und verlehmt. Durch anschließende Tonverlagerung entstand ein oberer tonverarmter und ein unterer tonangereicherter Bodenhorizont.
fruchtbarer, tiefgründiger, leichter Lehmboden (lehmiger Schluff über schluffigem Lehm)
- leicht durchwurzelbar
- sehr hohe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- ausreichende Wasserdurchlässigkeit
- ausreichende Durchlüftung
- nährstoffreich
- im oberen Bodenbereich kalkfrei
- Bodenreaktion neutral
- mäßiger Wärmespeicher
- sehr hohes Wuchspotenzial
Weincharakter:
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung.
Flurstück 72
- Höhe: 160 bis 153 m üNN
- Exposition: überwiegend S, untergeordnet SW bis W
- Hangneigung: 1-5 °
Geologie: Terrassenkiessand sowie Fließerde aus Löß und Terrassenmaterial der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Nahe lagerte im Pleistozän Kies- und Sandgemenge auf ebenen Flächen ab, die deutlich über dem heutigen Talniveau liegen. Die Dauerfrostböden der Hänge tauten in den Sommermonaten wenige Dezimeter tief auf und der breiige Boden floss hangabwärts und vermengte sich hierbei mit dem Kiessand der Terrassenablagerungen.
Boden 1: Rigosol-Pararendzina aus kiesighaltiger Lößfließerde
(ca. 60 % des Flurstücks 72)
fruchtbarer, tiefgründiger, sandig-kiesiger Lehmboden (schwach kiesiger, sandiger Lehm)
- leicht durchwurzelbar
- hohe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere Wasserdurchlässigkeit
- mittlere Durchlüftung
- nährstoffreich
- kalkhaltig
- Bodenreaktion mäßig alkalisch
- mäßiger Wärmespeicher
- hohes Wuchspotential
Weincharakter:
Ähnlich wie Löß.
Boden 2: Rigosol-Regosol aus Kiessand (ca. 40 % des Flurstücks 72, unterer Hangbereich)
tiefgründiger, kiesiger Sandboden (stark kiesiger, lehmiger Sand)
- eingeschränkt durchwurzelbar
- geringe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- hohe Wasserdurchlässigkeit
- gute Durchlüftung
- nährstoffarm
- Bodenreaktion schwach sauer
- guter Wärmespeicher
- Trockenstress möglich
Weincharakter:
Öffnen sich früh, lebhaft, fruchtbetont, schlank, elegant. Vergnügliche Säure, Grüner Apfel, Zitrus, Pampelmuse. Früh trinkbar, bedingte Nachhaltigkeit, eher erfrischend als mineralisch und tiefgründig.
Flurstück 87
- Höhe: 158 bis 145 m üNN
- Exposition: SW
- Hangneigung: 2-10 °
Geologie: rote und gelbe Sandsteine des oberen Rotliegend (Kreuznacher Sandstein)
- oberes Rotliegend ca. 290 bis 280 Mio. Jahre vor heute
- Unter einem wüstenartigen Klima lagerten sich durch Wasser und Wind große Sandmassen ab, die später zu einem kalkhaltigen Sandstein verfestigt wurden.
Pleistozäne Fließerde aus Verwitterungsmaterial der Kreuznacher Sandsteine z.T. mit pleistozänen Flußablagerungen vermengt oder überlagert
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Nahe lagerte im Pleistozän Kies- und Sandgemenge auf ebenen Flächen ab, die deutlich über dem heutigen Talniveau liegen. In den Kaltzeiten bildeten sich Dauerfrostböden, die in den Sommermonaten wenige Dezimeter tief auf tauten. Der breiige Boden floss hangabwärts, wobei sich der Kiessand der Terrassenablagerungen mit dem Verwitterungsmaterial der Kreuznacher Sandsteine vermengte.
Boden: Rigosol aus steinig-sandiger Lehmfließerde
Mittel bis tiefgründiger, leichter sandig-steiniger Lehmboden (stark steiniger, schwach sandiger Lehm
- durch hohen Steingehalt eingeschränkt durchwurzelbar
- mittlere Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere Wasserdurchlässigkeit
- mittlere Durchlüftung
- nährstoffhaltig
- schwach kalkhaltig
- Bodenreaktion sehr schwach sauer bis neutral
- guter Wärmespeicher
Weincharakter:
Kräutrige, zartwürzige, fast blumige Noten, mineralische Komponenten, ausgeprägte Fruchtaromen: Pfirsich, Aprikose, Honigmelone. Lebhafte Säure, facettenreich, in der Jugend oftmals sehr verschlossen, Langlebigkeit. (Fischer)
Verzögerte Aromenausprägung beim Riesling. Nach einigen Monaten der Entwicklung duften sie dann betont nach gelbem Apfel, reifer Birne und Zitrus. Die fruchtbetonten Weine sind immer sehr lebendig, schlank und elegant. Eine feinherbe und rassige Fruchtsäure gibt ihnen Charakter. Von Typ her sind sie anregend, mit mineralischem Nachhall und weniger körperreich. Die Weine sind sehr gut lagerfähig und zeichnen sich durch eine lange Lagerbarkeit aus. (Bamberger)
Bad Kreuznacher Steinberg
(Flur 89: Flurstück 62)
- Höhe: 225 m bis 210 m ü. NN
- Exposition: im Plateaubereich eben, sonst SO bis O
- Hangneigung: 0 bis 7 °
Geologie: Terrassenkiessand der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Nahe lagerte im Pleistozän Kies- und Sandgemenge auf ebenen Flächen ab, die deutlich über dem heutigen Talniveau liegen.
Boden: Rigosol-Regosol aus Kiessand
tiefgründiger Kiessandboden (stark kiesiger, lehmiger Sand)
- eingeschränkt durchwurzelbar
- geringe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Wasser
- hohe Wasserdurchlässigkeit
- gute Durchlüftung
- nährstoffarm
- Bodenreaktion schwach sauer
- guter Wärmespeicher
- Trockenstress möglich
Weincharakter:
Öffnen sich früh, lebhaft, fruchtbetont, schlank, elegant.
Vergnügliche Säure, Grüner Apfel, Zitrus, Pampelmuse.
Früh trinkbar, bedingte Nachhaltigkeit, eher erfrischend als mineralisch und tiefgründig.
Lage: Bad Kreuznacher Narrenkappe
(Flur 89: Flurstücke 65, 71, 79, 82, 83, 87, 90, und 93)
Flurstück 65
- Höhe: 222 bis 185 m üNN
- Exposition: SW- SO
- Hangneigung: 5-18 °
Geologie 1: Terrassenkiessand der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Nahe lagerte im Pleistozän Kies- und Sandgemenge auf ebenen Flächen ab, die deutlich über dem heutigen Talniveau liegen.
Boden 1: Rigosol-Regosol aus Kiessand (ca. 50 % des Flurstücks 65, oberer Hangbereich)
tiefgründiger, Kiessandboden (stark kiesiger, lehmiger Sand)
- eingeschränkt durchwurzelbar
- geringe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Wasser
- hohe Wasserdurchlässigkeit
- gute Durchlüftung
- nährstoffarm
- Bodenreaktion schwach sauer
- guter Wärmespeicher
- Trockenstress möglich
Weincharakter:
Öffnen sich früh, lebhaft, fruchtbetont, schlank, elegant.
Vergnügliche Säure, Grüner Apfel, Zitrus, Pampelmuse.
Früh trinkbar, bedingte Nachhaltigkeit, eher erfrischend als mineralisch und tiefgründig.
Geologie 2: Löß, Staubablagerungen der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Kaltzeiten unserer Breiten waren geprägt von vegetationsfreien Kaltwüsten und Schotterebenen der Flüsse aus denen feiner Staub (Löß) ausgeweht wurde und in Senken sowie an Hängen wieder abgelagert wurde
Boden 2: Rigosol-Pararendzina aus Löß (ca. 50 % des Flurstücks 65, unterer Hangbereich)
fruchtbarer, tiefgründiger, leichter Lehmboden (lehmiger Schluff)
- leicht durchwurzelbar
- sehr gute Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- ausreichende Wasserdurchlässigkeit
- ausreichende Durchlüftung
- nährstoffreich
- kalkreich
- Bodenreaktion mäßig alkalisch
- mäßiger Wärmespeicher
- sehr hohes Wuchspotenzial
Weincharakter:
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung.
Flurstück 71
- Höhe: 210 bis 190 m üNN
- Exposition: S
- Hangneigung: 1-5 °
Geologie: Löß, Staubablagerungen der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Kaltzeiten unserer Breiten waren geprägt von vegetationsfreien Kaltwüsten und Schotterebenen der Flüsse aus denen feiner Staub (Löß) ausgeweht wurde und in Senken sowie an Hängen wieder abgelagert wurde
Boden: Rigosol-Pararendzina aus Löß
fruchtbarer, tiefgründiger, leichter Lehmboden (lehmiger Schluff)
- leicht durchwurzelbar
- sehr gute Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- ausreichende Wasserdurchlässigkeit
- ausreichende Durchlüftung
- nährstoffreich
- kalkreich
- Bodenreaktion mäßig alkalisch
- mäßiger Wärmespeicher
- sehr hohes Wuchspotenzial
Weincharakter:
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung.
Flurstück 79
- Höhe: 222 bis 210 m üNN
- Exposition: SO
- Hangneigung: 1-10 °
Geologie: rote und gelbe Sandsteine des oberen Rotliegend (Kreuznacher Sandstein)
- oberes Rotliegend (Kreuznacher Sandstein) ca. 290 bis 280 Mio. Jahre vor heute
- Unter einem wüstenartigen Klima lagerten sich durch Wasser und Wind große Sandmassen ab, die später zu einem kalkhaltigen Sandstein verfestigt wurden.
Boden: Rigosol-Pararendzina aus kalkhaltigem Sandstein
mittelgründiger, kalkhaltige, sandig-lehmiger Sandsteinverwitterungsboden (lehmiger Sand bis sandiger Lehm)
- eingeschränkt durchwurzelbar
- mittlere Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere bis hohe Wasserdurchlässigkeit
- mittlere Durchlüftung
- nährstoffhaltig
- kalkhaltig
- Bodenreaktion neutral bis sehr schwach alkalisch
- guter Wärmespeicher
Weincharakter:
Kräutrige, zartwürzige, fast blumige Noten, mineralische Komponenten,
ausgeprägte Fruchtaromen: Pfirsich, Aprikose, Honigmelone. Lebhafte Säure, facettenreich, in der Jugend oftmals sehr verschlossen, Langlebigkeit.
Flurstücke 82und 83
- Höhe: 203 bis 172 m üNN
- Exposition: O-SO
- Hangneigung: 2-10 °
Geologie 1: Löß, Staubablagerungen der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Kaltzeiten unserer Breiten waren geprägt von vegetationsfreien Kaltwüsten und Schotterebenen der Flüsse aus denen feiner Staub (Löß) ausgeweht wurde und in Senken sowie an Hängen wieder abgelagert wurde
Boden 1: Rigosol-Parabraunerde aus Löß (ca. 25 % der Flurstücke 82 und 83)
Bodenbildung: Der Löß wurde im Holozän (aktuelle Warmzeit) als Folge der Bodenbildung im Oberboden entkalkt und verlehmt. Durch anschließende Tonverlagerung entstand ein oberer tonverarmter und ein unterer tonangereicherter Bodenhorizont.
fruchtbarer, tiefgründiger, leichter Lehmboden (lehmiger Schluff über schluffigem Lehm)
- leicht durchwurzelbar
- sehr hohe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- ausreichende Wasserdurchlässigkeit
- ausreichende Durchlüftung
- nährstoffreich
- im oberen Bodenbereich kalkfrei
- Bodenreaktion neutral
- mäßiger Wärmespeicher
- sehr hohes Wuchspotenzial
Weincharakter:
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung.
Geologie 2: Pleistozäne Fließerde aus Verwitterungsmaterial der Kreuznacher Sandsteine (oberes Rotliegend)
- oberes Rotliegend (Kreuznacher Sandstein) ca. 290 bis 280 Mio. Jahre vor heute
- Unter einem wüstenartigen Klima lagerten sich durch Wasser und Wind große Sandmassen ab, die später zu einem kalkhaltigen Sandstein verfestigt wurden.
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- In den Kaltzeiten bildeten sich Dauerfrostböden, die in den Sommermonaten wenige Dezimeter tief auf tauten. Der breiige Boden floss hangabwärts, wobei mehr als 1m mächtigen Fließerden aus Verwitterungsmaterial der Kreuznacher Sandsteine entstanden, denen häufig Löß oder Lößlehm beigemengt war.
Boden 2: Rigosol aus steinig-sandiger Lehmfließerde (ca. 75 % der Flurstücke 82 und 83)
tiefgründiger, leichter, sandig-steiniger Lehmboden (stark steiniger, schwach sandiger Lehm
- durch hohen Steingehalt eingeschränkt durchwurzelbar
- mittlere Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere Wasserdurchlässigkeit
- mittlere Durchlüftung
- nährstoffhaltig
- sehr schwach kalkhaltig
- Bodenreaktion sehr schwach sauer bis neutral
- guter Wärmespeicher
Weincharakter:
Kräutrige, zartwürzige, fast blumige Noten, mineralische Komponenten,
ausgeprägte Fruchtaromen: Pfirsich, Aprikose, Honigmelone. Lebhafte Säure, facettenreich, in der Jugend oftmals sehr verschlossen, Langlebigkeit. (Fischer)
Flurstück 87
- Höhe: 210 bis 180 m üNN
- Exposition: SO bis S
- Hangneigung: 2-10 °
Geologie 1: Löß, Staubablagerungen der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Kaltzeiten unserer Breiten waren geprägt von vegetationsfreien Kaltwüsten und Schotterebenen der Flüsse aus denen feiner Staub (Löß) ausgeweht wurde und in Senken sowie an Hängen wieder abgelagert wurde
Boden 1: Rigosol-Pararendzina aus Löß (ca. 40 % des Flurstücks 87)
fruchtbarer, tiefgründiger, leichter Lehmboden (lehmiger Schluff)
- leicht durchwurzelbar
- sehr gute Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- ausreichende Wasserdurchlässigkeit
- ausreichende Durchlüftung
- nährstoffreich
- kalkreich
- Bodenreaktion mäßig alkalisch
- mäßiger Wärmespeicher
- sehr hohes Wuchspotenzial
Weincharakter:
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung.
Geologie 2: rote und gelbe Sandsteine des oberen Rotliegend (Kreuznacher Sandstein)
- oberes Rotliegend ca. 290 bis 280 Mio. Jahre vor heute
- Unter einem wüstenartigen Klima lagerten sich durch Wasser und Wind große Sandmassen ab, die später zu einem kalkhaltigen Sandstein verfestigt wurden.
Boden 2: Rigosol-Pararendzina aus kalkhaltigem Sandstein (ca. 60 % des Flurstücks 87)
mittelgründiger, kalkhaltiger sandig-lehmiger Sandsteinverwitterungsboden (lehmiger Sand bis sandiger Lehm)
- eingeschränkt durchwurzelbar
- mittlere Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere bis hohe Wasserdurchlässigkeit
- mittlere Durchlüftung
- nährstoffhaltig
- kalkhaltig
- Bodenreaktion sehr neutral bis sehr schwach alkalisch
- guter Wärmespeicher
Weincharakter:
Kräutrige, zartwürzige, fast blumige Noten, mineralische Komponenten,
ausgeprägte Fruchtaromen: Pfirsich, Aprikose, Honigmelone. Lebhafte Säure, facettenreich, in der Jugend oftmals sehr verschlossen, Langlebigkeit.
Flurstück 90
- Höhe: 195 bis 185 m üNN
- Exposition: S-O
- Hangneigung: 1-5 °
Geologie 1: Löß, Staubablagerungen der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Kaltzeiten unserer Breiten waren geprägt von vegetationsfreien Kaltwüsten und Schotterebenen der Flüsse aus denen feiner Staub (Löß) ausgeweht wurde und in Senken sowie an Hängen wieder abgelagert wurde
Boden 1: Rigosol-Parabraunerde aus Löß (ca. 75 % des Flurstücks 90)
Bodenbildung: Der Löß wurde im Holozän (aktuelle Warmzeit) als Folge der Bodenbildung im Oberboden entkalkt und verlehmt. Durch anschließende Tonverlagerung entstand ein oberer tonverarmter und ein unterer tonangereicherter Bodenhorizont.
fruchtbarer, tiefgründiger, leichter Lehmboden (lehmiger Schluff über schluffigem Lehm)
- leicht durchwurzelbar
- sehr hohe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- ausreichende Wasserdurchlässigkeit
- ausreichende Durchlüftung
- nährstoffreich
- im oberen Bodenbereich kalkfrei
- Bodenreaktion neutral
- mäßiger Wärmespeicher
- sehr hohes Wuchspotenzial
Weincharakter:
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung.
Geologie 2: Pleistozäne Fließerde aus Verwitterungsmaterial der Kreuznacher Sandsteine (oberes Rotliegend)
- oberes Rotliegend (Kreuznacher Sandstein) ca. 290 bis 280 Mio. Jahre vor heute
- Unter einem wüstenartigen Klima lagerten sich durch Wasser und Wind große Sandmassen ab, die später zu einem kalkhaltigen Sandstein verfestigt wurden.
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- In den Kaltzeiten bildeten sich Dauerfrostböden, die in den Sommermonaten wenige Dezimeter tief auf tauten. Der breiige Boden floss hangabwärts, wobei mehr als 1m mächtigen Fließerden aus Verwitterungsmaterial der Kreuznacher Sandsteine entstanden, denen häufig Löß oder Lößlehm beigemengt war.
Boden 2: Rigosol aus steinig-sandiger Lehmfließerde (ca. 25 % des Flurstücks 90)
tiefgründiger, leichter sandig-steiniger Lehmboden (stark steiniger, schwach sandiger Lehm
- durch hohen Steingehalt eingeschränkt durchwurzelbar
- mittlere Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere Wasserdurchlässigkeit
- mittlere Durchlüftung
- nährstoffhaltig
- sehr schwach kalkhaltig
- Bodenreaktion sehr schwach sauer bis neutral
- guter Wärmespeicher
Weincharakter:
Kräutrige, zartwürzige, fast blumige Noten, mineralische Komponenten,
ausgeprägte Fruchtaromen: Pfirsich, Aprikose, Honigmelone. Lebhafte Säure, facettenreich, in der Jugend oftmals sehr verschlossen, Langlebigkeit.
Flurstück 93
- Höhe: 185 bis 172 m üNN
- Exposition: S
- Hangneigung: 2-5 °
Geologie: Löß, Staubablagerungen der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Kaltzeiten unserer Breiten waren geprägt von vegetationsfreien Kaltwüsten und Schotterebenen der Flüsse aus denen feiner Staub (Löß) ausgeweht wurde und in Senken sowie an Hängen wieder abgelagert wurde
Boden: Rigosol-Parabraunerde aus Löß
Bodenbildung: Der Löß wurde im Holozän (aktuelle Warmzeit) als Folge der Bodenbildung im Oberboden entkalkt und verlehmt. Durch anschließende Tonverlagerung entstand ein oberer tonverarmter und ein unterer tonangereicherter Bodenhorizont.
fruchtbarer, tiefgründiger, leichter Lehmboden (lehmiger Schluff über schluffigem Lehm)
- leicht durchwurzelbar
- sehr hohe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- ausreichende Wasserdurchlässigkeit
- ausreichende Durchlüftung
- nährstoffreich
- im oberen Bodenbereich kalkfrei
- Bodenreaktion neutral
- mäßiger Wärmespeicher
- sehr hohes Wuchspotenzial
Weincharakter:
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung.
Lage Bad Kreuznacher Krötenpfuhl
(Flur 23: Flurstücke 28/1 und 29/1)
- Höhe: 156 bis 152 m üNN
- Exposition: überwiegend SW bis W
- Hangneigung: 1-2 °
Geologie: Terrassenkiessand sowie Fließerde aus Löß und Terrassenmaterial der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Nahe lagerte im Pleistozän Kies- und Sandgemenge auf ebenen Flächen ab, die deutlich über dem heutigen Talniveau liegen. Die Dauerfrostböden der Hänge tauten in den Sommermonaten wenige Dezimeter tief auf und der breiige Lößboden floss hangabwärts und vermengte sich hierbei mit dem Kiessand der Terrassenablagerungen.
Rigosol-Pararendzina aus sand- und kieshaltiger Lößfließerde
fruchtbarer, tiefgründiger, sandig-kiesiger Lehmboden (schwach kiesiger, sandiger Lehm)
- leicht durchwurzelbar
- hohe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere Wasserdurchlässigkeit
- mittlere Durchlüftung
- nährstoffreich
- kalkhaltig
- Bodenreaktion mäßig alkalisch
- mäßiger Wärmespeicher
- hohes Wuchspotenzial
Weincharakter:
Ähnlich wie Löß
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung.
Die Beschreibung der Lage Kauzenberg erfolgt nur mit Vorbehalt, da für diese Lage keine großmaß-stäbige „flurstücksgenaue“ Weinbergsbodenkarte existiert. Die Informationen wurde aus Daten der Bodenkarte 1:25000 und der Geologischen Karte 1:25000 zusammengestellt und sind daher mit Unschärfen verbunden. Die Daten beziehen sich nur auf die tatsächlich bestockte Rebfläche.
Bad Kreuznacher Kauzenberg
(Flur 28: Flurstücke 21/24, 21/13, 22, 29/2, 30, 61und 256/45) (größere Brachen wurden nicht beschrieben: Flurstücke 67, 68 und 69/2)
Flurstück 21/24 (nur bestockte Fläche)
- Höhe: 157 bis 110 m üNN
- Exposition: O- SO
- Hangneigung: 10-28 °
Geologie: rote und gelbe kiesführende Sandsteine des oberen Rotliegend (Kreuznacher Sandstein)
- oberes Rotliegend (Kreuznacher Schichten) ca. 290 bis 280 Mio. Jahre vor heute
- Unter einem wüstenartigen Klima lagerten sich durch Wasser und Wind große Sandmassen ab, die von dünnen Kieslagen durchzogen sind. Später wurden die Sande zu einem kalkhaltigen Sandstein verfestigt.
Boden: Rigosol-Pararendzina aus kalkhaltigem Sandstein
mittelgründiger kalkhaltiger sandig-lehmiger Sandsteinverwitterungsboden (steiniger, lehmiger Sand bis sandiger Lehm)
- eingeschränkt durchwurzelbar
- mittlere Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere bis hohe Wasserdurchlässigkeit
- gute Durchlüftung
- nährstoffhaltig
- schwach kalkhaltig
- Bodenreaktion neutral bis sehr schwach alkalisch
- guter Wärmespeicher
Weincharakter:
Kräutrige, zartwürzige, fast blumige Noten, mineralische Komponenten,
ausgeprägte Fruchtaromen: Pfirsich, Aprikose, Honigmelone. Lebhafte Säure, facettenreich, in der Jugend oftmals sehr verschlossen, Langlebigkeit.
Flurstück 21/13 (nur bestockte Fläche)
- Höhe: 159 bis 145 m üNN
- Exposition: O- SO
- Hangneigung: 2-10 °
Geologie: Terrassenkiessand der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Nahe lagerte im Pleistozän Kies- und Sandgemenge auf ebenen Flächen ab, die deutlich über dem heutigen Talniveau liegen.
Boden : Rigosol-Regosol aus Kiessand
tiefgründiger, kiesiger Sandboden (stark kiesiger, lehmiger Sand)
- eingeschränkt durchwurzelbar
- geringe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- hohe Wasserdurchlässigkeit
- gute Durchlüftung
- nährstoffarm
- Bodenreaktion schwach sauer
- guter Wärmespeicher
- Trockenstress möglich
Weincharakter:
Öffnen sich früh, lebhaft, fruchtbetont, schlank, elegant. Vergnügliche Säure, grüner Apfel, Zitrus, Pampelmuse. Früh trinkbar, bedingte Nachhaltigkeit, eher erfrischend als mineralisch und tiefgründig.
Flurstück 22
- Höhe: 159 bis 150 m üNN
- Exposition: SO
- Hangneigung: 1-5 °
Geologie: Kieslehm der pleistozänen Flussterrassen
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Nahe lagerte im Pleistozän Kies- und Sandgemenge im Flussbett ab, das deutlich über dem heutigen Talniveau liegt. In den periodischen Überflutungsbereichen kamen eher Sand- und Lehmgemenge zur Ablagerung.
Boden: Rigosol-Parabraunerde aus Kieslehm
tiefgründiger, leichter, kiesiger Lehmboden (stark kiesiger, schwach sandiger Lehm)
- eingeschränkt durchwurzelbar
- mittlere Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere Wasserdurchlässigkeit
- mittlere Durchlüftung
- nährstoffhaltig
- Bodenreaktion sehr schwach sauer
- guter Wärmespeicher
Weincharakter:
Öffnen sich früh, lebhaft, fruchtbetont, schlank, elegant. Vergnügliche Säure, grüner Apfel, Zitrus, Pampelmuse. Früh trinkbar, bedingte Nachhaltigkeit, eher erfrischend als mineralisch und tiefgründig.
Flurstück 29/2
- Höhe: 159 bis 150 m üNN
- Exposition: S- SO
- Hangneigung: 2-10 °
Geologie 1: Kieslehm der pleistozänen Flussterrassen
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Nahe lagerte im Pleistozän Kies- und Sandgemenge im Flussbett ab, das deutlich über dem heutigen Talniveau liegt. In den periodischen Überflutungsbereichen kamen eher Sand- und Lehmgemenge zur Ablagerung.
Boden 1: Rigosol-Parabraunerde aus Kieslehm (ca. 60 % des Flurstücks 29/2)
tiefgründiger, leichter, kiesiger Lehmboden (stark kiesiger, schwach sandiger Lehm)
- eingeschränkt durchwurzelbar
- mittlere Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere Wasserdurchlässigkeit
- mittlere Durchlüftung
- nährstoffhaltig
- Bodenreaktion sehr schwach sauer
- guter Wärmespeicher
Weincharakter:
Öffnen sich früh, lebhaft, fruchtbetont, schlank, elegant. Vergnügliche Säure, grüner Apfel, Zitrus, Pampelmuse. Früh trinkbar, bedingte Nachhaltigkeit, eher erfrischend als mineralisch und tiefgründig.
Geologie 2: Fließerde aus Löß und Terrassenmaterial der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Nahe lagerte im Pleistozän Kies- und Sandgemenge auf ebenen Flächen ab, die deutlich über dem heutigen Talniveau liegen. Die Dauerfrostböden der Hänge tauten in den Sommermonaten wenige Dezimeter tief auf und der breiige Lößboden floss hangabwärts und vermengte sich hierbei mit dem Kiessand der Terrassenablagerungen.
Boden 2: Rigosol-Pararendzina aus kiesighaltiger Lößfließerde (ca. 40 % des Flurstücks 29/2)
fruchtbarer, tiefgründiger, sandig-kiesiger Lehmboden (schwach kiesiger, sandiger Lehm)
- leicht durchwurzelbar
- hohe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere Wasserdurchlässigkeit
- mittlere Durchlüftung
- nährstoffreich
- kalkhaltig
- Bodenreaktion mäßig alkalisch
- mäßiger Wärmespeicher
- hohes Wuchspotential
Weincharakter:
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung.
Flurstück 30
- Höhe: 160 bis 130 m üNN
- Exposition: O- SO
- Hangneigung: 10-28 °
Geologie 1: Kieslehm der pleistozänen Flussterrassen
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Nahe lagerte im Pleistozän Kies- und Sandgemenge im Flussbett ab, das deutlich über dem heutigen Talniveau liegt. In den periodischen Überflutungsbereichen kamen eher Sand- und Lehmgemenge zur Ablagerung.
Boden 1: Rigosol-Parabraunerde aus Kieslehm (ca. 30 % des Flurstücks 30)
tiefgründiger, leichter, kiesiger Lehmboden (stark kiesiger, schwach sandiger Lehm)
- eingeschränkt durchwurzelbar
- mittlere Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere Wasserdurchlässigkeit
- mittlere Durchlüftung
- nährstoffhaltig
- Bodenreaktion sehr schwach sauer
- guter Wärmespeicher
Weincharakter:
Öffnen sich früh, lebhaft, fruchtbetont, schlank, elegant. Vergnügliche Säure, grüner Apfel, Zitrus, Pampelmuse. Früh trinkbar, bedingte Nachhaltigkeit, eher erfrischend als mineralisch und tiefgründig.
Geologie 2: Fließerde aus Löß und Terrassenmaterial der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Nahe lagerte im Pleistozän Kies- und Sandgemenge auf ebenen Flächen ab, die deutlich über dem heutigen Talniveau liegen. Die Dauerfrostböden der Hänge tauten in den Sommermonaten wenige Dezimeter tief auf und der breiige Lößboden floss hangabwärts und vermengte sich hierbei mit dem Kiessand der Terrassenablagerungen.
Boden 2: Rigosol-Pararendzina aus kiesighaltiger Lößfließerde (ca. 70 % des Flurstücks 30)
fruchtbarer, tiefgründiger, sandig-kiesiger Lehmboden (schwach kiesiger, sandiger Lehm)
- leicht durchwurzelbar
- hohe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- mittlere Wasserdurchlässigkeit
- mittlere Durchlüftung
- nährstoffreich
- kalkhaltig
- Bodenreaktion mäßig alkalisch
- mäßiger Wärmespeicher
- hohes Wuchspotential
Weincharakter:
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung
Flurstück 61 (nur bestockte Fläche)
- Höhe: 173 bis 160 m üNN
- Exposition: O- SO
- Hangneigung: 1-3 °
…und
Flurstück 256/45
- Höhe: 170 bis 160 m üNN
- Exposition: NO
- Hangneigung: 1-3 °
Geologie: Fließerde der pleistozänen Kaltzeiten aus Löß, Terrassenkies und Rhyolithschutt (Rotliegend)
- Im Rotliegend drang das vulkanische Gestein Rhyolith auf (290 bis 285 Mio. Jahre vor heute) und bildete das Rotenfelsmassiv, das mit seinen Ausläufern bis nach Bad Kreuznach reicht.
- Die Nahe lagerte im Pleistozän (ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute) Kies- und Sandgemenge auf ebenen Flächen ab, die deutlich über dem heutigen Talniveau liegen. Die Dauerfrostböden der Hänge tauten in den Sommermonaten wenige Dezimeter tief auf und der Rhyolitschutt des Rotenfelsmassivs floss hangabwärts und vermengte sich hierbei mit dem Kiessand der Terrassenablagerungen und Löß.
Boden: Rigosol-Parabraunerde aus kies- und rhyolithschuttführender Lößfließerde
tiefgründiger leichter kiesig-steiniger Lehmboden (kiesig-steiniger schluffiger Lehm)
- leicht durchwurzelbar
- sehr hohe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- ausreichende Wasserdurchlässigkeit
- ausreichende Durchlüftung
- nährstoffreich
- im oberen Bodenbereich kalkfrei, unten kalkhaltig
- Bodenreaktion sehr schwach sauer bis neutral
- mäßiger Wärmespeicher
- hohes Wuchspotential
Weincharakter:
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung.
Lage: Bad Kreuznacher Hofgarten
(Flur 85: Flurstücke 60, 61 und 62)
- Höhe: 165 bis 155 m üNN
- Exposition: überwiegend SO, untergeordnet S und SW
- Hangneigung: 0-5 °
Geologie: Löß, Staubablagerungen der pleistozänen Kaltzeiten
- Pleistozän ca. 1,8 Mio. ca. 11.000 Jahre vor heute
- Die Kaltzeiten unserer Breiten waren geprägt von vegetationsfreien Kaltwüsten und Schotterebenen der Flüsse aus denen feiner Staub (Löß) ausgeweht wurde und in Senken sowie an Hängen wieder abgelagert wurde.
Boden: Rigosol-Parabraunerde aus Löß
Bodenbildung: Der Löß wurde im Holozän (aktuelle Warmzeit) als Folge der Bodenbildung im Oberboden entkalkt und verlehmt. Durch anschließende Tonverlagerung entstand ein oberer tonverarmter und ein unterer tonangereicherter Bodenhorizont.
fruchtbarer, tiefgründiger, leichter Lehmboden (lehmiger Schluff über schluffigem Lehm)
- leicht durchwurzelbar
- sehr hohe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser
- ausreichende Wasserdurchlässigkeit
- ausreichende Durchlüftung
- nährstoffreich
- im oberen Bodenbereich kalkfrei
- Bodenreaktion neutral
- mäßiger Wärmespeicher
- sehr hohes Wuchspotenzial
Weincharakter:
Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, begrenzte Langlebigkeit, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit, fruchtig fröhliche Ausprägung.




